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Filmplakat
Filmplakat
 

Julia Stiles als Carolina
Julia Stiles als Carolina
 

Shirley MacLaine als Grandma Mirabeau
Shirley MacLaine als Grandma Mirabeau
 


Alessandro Nivola als Albert
Alessandro Nivola als Albert
und Julia Stiles als Carolina

 

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Filmkritik zu:

Carolina [IMDb]

von Reinhard

vom 13. Juli 2004

 

Technisches:

Regie: Marleen Gorris Andere Filme: The Luzhin Defence (Lushins Verteidigung), Mrs. Dalloway, Antonia (Antonias Welt)

Buch: Katherine Fugate Andere Filme: The Prince & Me, Kounterfeit

Darsteller:

Kamera:

Verleih: Solo Film Verleih

FSK: 6

Laufzeit: 97 Minuten

Genre: Romanze/Komödie

Homepage: spanisch: http://movies.filmax.com/carolina

Inhalt:

Carolina (Julia Stiles) ist nett, sieht gut aus und führt ihr eigenes Leben. Dazu gehört ihr, allerdings nur platonischer, Freund Albert (Alessandro Nivola) ebenso wie ihre Großmutter (Shirley MacLaine).

Diese wiederum ist der lärmende Pol einer nicht weniger durchgeknallten Verwandtschaft. Wie z.B. ihr Vater, der öfters mal einen über den Durst trinkt, oder ihre beiden Schwestern die die üblichen liebenswerten, schrecklichen Schwestern sind. Aber auch eine Tante, mit Anhang, und so manche anderen machen der Zirkus reif für die Aufführung.

Die findet dann beim jährlichen Erntedankfest statt, bei dem Grandma über alles herrscht und sich einfach toll findet.

Carolina ist dabei sowas wie der Gegenpol zu ihrer Großmutter. Sachlich, ernst und immer korrekt gekleidet. Ein wenig hat sie dabei die Rolle der nicht existierenden Mutter übernommen. Zumindest ihren Schwestern gegenüber.

Nur mit der Liebe will es nicht klappen. Albert ist zwar ein prima Freund, aber eben auch nur das. Über Ihren Job beim Fernsehen lernt sie dann den Mann ihres Lebens kennen. Reich, smart und sieht gut aus. Er ist nur ein wenig irritiert als er die Verwandtschaft kennen lernt.

Dann gibt es einige schlechte Nachrichten. Zum einen verliert sie ihren Job, ihre kleine Schwester wird schwanger und es kommt noch schlimmer.

Kritik:

Ein Film den man vermutlich in die Kategorie Liebeskomödien einreihen könnte. Zumindest wenn es was zu lachen gäbe. Aber in dieser Kategorie erfüllt nur Shirley MacLaine ihr Soll. So wie sie in ihrer Rolle den Familienclan zusammenhält, ist sie es auch die dem Film Schwung gibt. Sie fühlt sich sichtlich wohl in der Rolle des Originals mit unmöglichen Kleidern und einem Benehmen das ganz und gar nicht zu dem passt das man von einer Großmutter erwartet.

Auch wenn es nur mal wieder die bekannte Geschichte ist: die Große, hier die Alte, verhält sich Kindischer als die Kleinen. Und leider stimmt der Gegenpart nicht. Julia Stiles kann es zu keinem Zeitpunkt auch nur im Entferntesten mit Grandma aufnehmen.

Und diese Disharmonie ist es letztendlich die den Film zu Fall bring. Was als Duell angelegt ist entpuppt sich als Solostück.

Dabei hat der Film durchaus unterhaltsame Passagen und Ideen. Die ganze Konstellation. Die zwei Schwestern, deren Part durchaus größer hätte sein können. Der Vater der ein wenig der naiver Trottel und dann wieder ehrlicher Prolet ist. Ihr neuer Freund, der so gar nicht in diese Umgebung passt, und es weis. Das alles hätte einen wunderbaren schrägen Film geben können, der ein ganz klein wenig fliegt. Leider sorgt Julia Stiles wie ein Betonklotz dafür das sowas ganz und gar nicht in Frage kommt.

Schade um die Ideen.

Von R. Doberstein

 

(c) by R. Doberstein, Mannheim (www.filmkritik.biz)

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